standort: mexico city
eine reise nach san joséArchiv für Nicht kategorisiert
Calakmul
Hallo ihr Lieben!
Wir leben noch! Es tut uns leid, dass es wieder so lange gedauert hat bis ihr neues von uns hoert, hoffentlich vergraulen wir euch nicht ganz.
Genauso schnell wie wir “Yukatan im Sturm” erobert haben, haben wir es auch wieder verlassen, fast zumindest, denn heute gehts nach Belize.
In Merida, oder sagen wir besser auf ganz Yucatan, lief nichts nach Plan! Unsere, beziehungsweise meine Post wollte einfach nicht kommen. Also ging’s anstatt nach Chichen Itza und Valladolid erst einmal zu den Cenoten in der Naehe von Merida. Cenoten sind unterirdische”Wasserloecher” im Kalkstein Yucatans, gefuellt mit Grundwasser. oft sind schon Loecher in der Kalksteindecke, so dass Sonnenstrahlen, oder dicke Baumwurzeln bis ins kristallklare Wasser reichen. Mit Jana, einer Deutschen, und Florian, einem Suedtiroler fuhren wir zu drei dieser Cenoten. In einem Dorf in der Naehe der Wasserbecken begann eine kleine “Eisenbahnlinie”. Befahren wurde diese von kleinen, selbst zusammengezimmerten Waegen a vier Plaetzen, die von je einem Pferd, oder besser Ponny gezogen wurden. Diese Pferdewaegen fuhren drei Cenoten an, bei denen man jeweils eine 1/2 Stunde Aufenthalt hatte, um zu schwimmen. Das Wasser war unglaublich klar, und voll mit Fischen. Dazu, die sich im Wasser brechenden Sonnenstrahlen, und Schwalben die durch das Daemmerlicht flitzten, dass muss man einfach erlebt haben!
Fuer Montag hatten wir dann eigentlich eine Tour nach Chichen Itza gebucht, doch leider wurden wir vergessen! Also kauften wir uns jeder eine weitere Haengematte (fuer den Strand).
Am Dienstag gings dann nach Chichen, mit anschliessendem Drop off in Cancun. Chichen Itza war leider sehr ueberfuellt. Amis, Amis und nochmal Amis, die alle ihre “fetten” Bierbaeuche zur Schau stellten ( oben ohne). Auch die Amerikanerinnen hielten nichts hinterm Berg, egal welche Figur, das Bikinioberteil schien ihnen als ultimatives Kleidungsstueck fuer jede Gelegenheit zu erscheinen! Dank der trampelnden Touristengruppen, bis zu 7000 Touris am Tag, sind so gut wie alle Gebaeude weitraeumig abgesperrt. Also wer nicht der Bekanntheit wegen nach Chichen Itza will, der kann sich diese Ausgrabungsstaette wirklich sparen. Ueber Tulum und Playa del Carmen, gelangten wir dann endlich an den Puerto Juarez und setzten abends um acht auf die Isla Mujeres ueber. Als wir todmuede nach etwas zu Essen suchten, traffen wir Alex und Dominik, zwei Konstanzer, die wir in Merida kennengelernt hatten, wieder (leider sind sie am naechsten Tag wieder abgereist).
Insgesamt blieben wir drei Tage auf der Isla Mujeres, einen verbrachten wir an den mehr oder weniger schoenen Straenden. Der tolle karibische Strand, auf den wir uns schon so lange freut hatten, blieb aus. Am zweiten Tag ging es dann per Fahrrad einmal um die Insel. Mit Stop in der Schildkroetenaufzuchtstation, wo natuerlich kraeftig fuer Joel, den kleinen, grossen Schildkroetenfan gefilmt wurde
. Am oestlichen Ende der Insel fanden wir zu Bastis grosser Freude jede menge Leguane vor einem atemberaubenden Steilklippenpanorama mit wilder See. Der dritte Tag war durchgehend verregnet. Deshalb nutzten wir den Nachmittag und fuhren nach Cancun. Cancun hat uns beiden gar nicht gefallen, teuer, haesslich, und wie nicht anders zu erwarten amerikanisch.
Zurueck gings dann nach Merida, laut Telefonauskunft eines Postbeamten war der langersehnte Brief angekommen. Doch der Postbeamte war so zuverlaessig wie vieles andere in Mexiko, und am folgenden Tag gings um einige Pesos leichter (Buse, besonders von Cancun sind hier teuer) ohne Post nach Tulum weiter.
Auch in Tulum hielt uns nichts lange. Abends angekommen liessen wir uns von einem der ueberteuerten Taxis in die Zona Hotelera am Strand fahren. Die ersten drei Hotels, bzw Cabañas waren voll. Im Papaya Playa fanden wir dann schliesslich eine kleine Huette aus Zweigen mit Palmdach (inklusive Loechern, zum Glueck hat es nicht geregnet) und Betonbogen. Fuer das ganze zahlten wir einen stolzen Preis, aber es waren ja schliesslich auch Kakerlaken im Bett inklusive! Die Umgebung sah bei Nacht recht lauschig aus, und auch ueber den Blick bei sonnenaufgang aus unserer Huette konnte man sich nicht beschweren, nur der Strandabschnitt war nicht gerade der Schoenste. Am naechsten Tag liefen wir am ” Strand”, oft war es sehr felsig, entlang bis zu den Ruinen. Leider waren auch diese ziemlich ueberfuellt. Nach einem kurzen Skype-gespraech mit Viola, die Geburtstag hatte, entschieden wir uns dann kurzerhand und fuhren nach Chetumal, der Grenzstadt zwischen Belize und Mexiko.
Hier haben wir uns dann ein Auto gemietet, und sind nach Calakmul gefahren. Leider muss ich jetzt aufhoeren, wir muessen auf den Bus nach Belize, aber ich schreibe euch naechstes mal ueber unsere tollen Erlebnisse im Urwald.
Merida
Hallo ihr Lieben!
Inzwischen hatten wir etwas Zeit uns Merida genauer anzuschauen, und bei der Post waren wir auch schon viermal. Merida gefaellt mir bis auf ein paar kleine Ecken nicht so gut. Es ist unheimlich laut, dreckig und voll (vorallem mit Autos).
Zurueck zur Geschichte mit der Post. Zuerst waren wir wie schon erwaehnt bei der Ex-Post, am naechsten Tag waren wir zwar bei der richtigen Post, doch postlagernde Briefe koennen nur bis 3:oo Uhr abgeholt werden. Naja also gings am naechsten Tag wieder hin, doch bis auf einen Brief von Marion ist bisher noch nichts angekommen. Weil ich noch auf meinen Tauchschein warte, sitzen wir hier also erstmal fest!
Unsere Wartezeit verbringen wir mit tollen Ausfluegen und chillen. Am Dienstag waren wir in Celestún, einem “Reseva de la Biosfera”. Wir sind mit einem kleinen Boot einen Meeresarm ins Landesinnere gefahren. Das Wasser war vom Harz der vielen Mangroven blutrot gefaerbt und am seichten Ufer tummelten sich rosa-rote Flamingos und andere Wasservoegel. Der Tag in der Natur war eine tolle Abwechslug zu all den Ruinen und Staedten, die wir am laufenden Band besuchen. Am Nachmittag erholten wir uns dann an einem weissen Sandstrand. So viele Muscheln wie hier habe ich noch nie auf einmal gesehen!
Vorgestern machten wir uns auf die Suche nach Haengematten und wurden dann auch fuendig. Wir liessen uns dann zu einem Mercedes unter den haengenden Betten ueberreden, der aber auch seinen stolzen Preis hatte. Na ja, wie oft im Leben kauft man sich eine Haengematte. Hoffentlich nur einmal.
Gestern waren wir dann in Uxmal (usch-mal ausgesprochen). Die Ausgrabungsstaette war zwar wirklich beindruckend, doch wie alle in Yucatan sehr teuer. Hier kassiert naemlich nicht nur der Staat Mexiko seine ueblichen 45 Pesos ab, nein der Bundesstaat Yucatan will auch noch ein Stueck vom Kuchen (50 Pesos). Aber allein schon wegen der Aussicht von der hoechsten Pyramide hatte sich das ganze gelohnt. Anschliessend gings dann nach Kabah, einer anderen Maya Ruine. Kabah war zwar auch sehr schoen, aber es wird einfach mal Zeit fuer eine Weile Strand, nach all der Kultur, vorallem fuer Sebastian.
Wenn alles nach Plan laeuft, gehts dann morgen weiter nach Valladolid und Chichén Itzá und dann weiter auf die Karibische Insel “Isla de Mujeres” zum Entspannen.
Falls ihr uns nochmal Post schicken wollt, die naechste Adresse waere Antigua in Guatemala.
Also bis bald, liebe Gruesse Hannah
Post und Pazifikluft
Ja, zuallererstmal einen Gruß an alle Kromers! Ich bin ja nun der erste, der im gesamten kromerschen Hause im Pazifik gebadet hat. Dazu ein riesengroßes: Ätsch – erster!
Des weiteren finde ich es hier aber einfach viel zu heiß. Also seid nicht traurig ihr Wintermenschen daheim, diese Hitze ist wirklich nicht wünschenswert, denn sie negiert im Vorneherein alle körperlichen Anstrengungen und einen ruhigen Schlaf. Am Strand kann man schlicht und einfach nicht lange in der Sonne liegen, ohne zu verbrennen. Wer denkt, man könne sich im Meer erfrischen, liegt auch falsch – die reinste Badewanne. Lediglich der Übergang von Baden zu Strand ist angenehm – durch den rudimentär auftretenden Meereswind. Naja, ich will nicht klagen, Schneesturm und Nieselregen um den Gefrierpunkt sind ja auch nicht gerade attraktiv…
Genug parliert, nun zum knackig-wesentlichen:
eventuelle Post- und Paketsendungen, die aus irgendeinem Grund an uns ergehen sollten wären jetzt (!!!) für die Stadt Merida im von Hannah bereits beschriebenen Verfahren (Posta Restante!) loszuschicken. Der internatiole Postkauderwelsch benötigt mindestens 10 Tage, wir werden wohl einige Tage danach eintreffen und auch einige bleiben. Scheint eine schöne Stadt zu sein, ähnlich unserem geliebten Oaxaca.
Keine Sorge, von Chiapas und Tabasco halten wir uns fern – wir sind schließlich keine Skandaltouristen und die Cholera klingt auch nicht gerade einladend.
Also dann, Informationen zu Merida holt ihr euch am besten selbst, das heißt Postleitzahl etc. . Wir meinen das Merida auf Yucatan.
Bis zum nächsten Mal, viele liebe Grüße,
Sebastian