standort: mexico city

eine reise nach san josé

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Laue Tänze in heißen Nächten

Im Tourismusbüro machten sie noch den Eindruck, als sei es das Event, dass man auf keinen Fall verpassen dürfe. Was? Nun, der internationale Surfwettberb an der “Pipeline” von Zicatela und das Küsten-Tanzfestival. Gut. Wir haben beides angesehen und ich muss schon sagen: eher lau als heiß. Zunächst das Surferfest: wenig Stimmung, keine Wellen, aber Riesenaufbauten. In unserem Hotel ist mehr los.

Das Tanzfestival? Ja, mit großen Erwartungen gingen wir hin und mussten feststellen, dass die traditionellen mexikanischen Tänze so gar nichts mit den Latinos zu tun haben, die wir uns immer so in Deutschland vorstellen. Mädchen, die fleißig ihre Röcke breit heben und sich lächelnd um die eigene Achse drehen, sowie weiß kostümierte, mit Hüten und roten Tüchern ausgestattete hombres, die sich in ihrer eigenen Männlichkeit ergehen und dabei ganz vergessen, dem Publikum etwas zu bieten. Den Tänzern mag das ja Spaß machen, uns nicht.

Morgen gehts jedenfalls weiter, nach Mazunte. Ich persönlich hoffe ja, dort einen ausgezeichneten Schmuckhändler wieder anzutreffen, der mich in Oaxaca schon mit einer absolut einzigarten, aber leider auch teuren Kette ausstaffierte. Auf jeden Fall hat er noch mehr Ketten und Armbänder. Seitdem kommt mir jeglicher andere Schmuck wie Schrott vor. Dort ist bis morgen auch ein Jazzfestival. Wissen nicht genau, wie das aussieht, aber Jazz klingt ja schonmal gut.

Ich habe noch ein weiteres Problem: ich brauche einen guten Tequila, den es hier natürlich auch überall gibt. Getrunken hab ich aber noch keinen, die Touris hier interessieren sich eher für Whisky und Vodka. Alles beides gibt es auch in überraschend großer Anzahl, so mancher Whiskeyliebhaber würde sich hier auch wohlfühlen, wenn er eben bereit ist, die vergleichsweise teuren Preise zu zahlen. Alkohol ist hier nicht billiger als in Deutschland, und das heißt sehr teuer. Nun ja, zurück zum Tequila. Wenn mir da jemand einen guten Namen kennen kann, der jetzt nicht unbedingt sündhaft teures 5-Sterne Zeug ist, aber durchaus mal probiert werden muss, der ist natürlich herzlich dazu eingeladen, mir dies per Mail oder Kommentar mitzuteilen. Ich würde mich freuen und natürlich habe ich da auch schon meine Spezis im Sinn… ;)

Also dann, mit lieben Grüßen vom Pazifik,

 Sebastian

Einstimmung auf die Zeit

Jetzt sind es nur noch 11 Tage Zeit in Deutschland, 11 Tage um sich verabschieden von Freunden und Familie, von Wohlstand und Alltag, von Deutschland und einem wunderschönen Herbst. Man könnte fast den Eindruck haben, dass Wetter will einem den Abschied schwer machen. Der fällt doch auch so schon schwer. Nun laufen die Reisevorbereitungen auf Hochtouren, teures, aber dafür qualitativ (hoffentlich) hochwertiges Material gekauft, die letzten Kreditkarten und Travellerchecks beantragt (begünstigt durch den Überflieger Euro ein lukratives Unterfangen) und sämtliche Ärzte abgeklappert.

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